„Zeig dich jetzt damit." Nael

Über mich

Ich begleite keine Menschen mehr. Zumindest nicht im klassischen Sinn.

Wir begegnen uns. Und manchmal reicht genau das, damit etwas in Bewegung kommt.

Dabei vermittle ich nicht, wie man ein besseres Leben gestaltet. Und es scheint mir auch nicht wichtig, was ein Mensch bisher geleistet hat.

Mich interessiert, was sichtbar wird, wenn ein Mensch aufhört, sich und seinen Wert über Rollen, Erwartungen oder Geschichten zu definieren.

In meiner Arbeit geht es nicht um Persönlichkeitsentwicklung im klassischen Sinn. Sondern um das Wiedererkennen dessen, was längst da ist – aber oft überlagert wurde.

Keine Methode. Kein Konzept. Kein festes Vorgehen.

Ich höre. Ich sehe. Ich frage.

In solchen Momenten öffnet sich etwas Eigenes. Ein Wissen, das man nicht lernen kann – sondern nur wieder erkennt.

Die Themen, die sich dabei zeigen, sind unterschiedlich und doch miteinander verbunden: Beziehung. Vertrauen. Geld. Verantwortung. Selbstbild. Vision.

Nicht als einzelne Themen. Sondern als Ausdruck dessen, wie ein Mensch mit sich selbst in Beziehung ist.

Ich schreibe darüber, weil sich im Denken etwas klärt. Und ich male, weil nicht alles gesagt werden muss.

Was dabei entsteht, lässt sich schwer als Format beschreiben. Es ist ein Raum, in dem etwas spürbar wird, das vorher nicht greifbar war.

Woher das kommt

Ich habe lange auf dem sicheren Weg gelebt. Nicht, weil er meiner war. Sondern weil ich glaubte, dass er mich hält.

Er hat mich nicht gehalten. Mehrfach nicht.

Erst als ich alles verloren hatte – Haus, Unternehmen, Basis, fast auch mein Leben –, begann ich, zu schreiben und zu malen, was nicht mehr gesagt werden konnte.

Während eines Krankenhausaufenthalts, in dem ungewiss war, ob ich bleiben würde, malte ich ein Bild aus Blattgold und der Asche einer vedischen Feuerzeremonie. Und ich gab mir ein Versprechen:

Wenn ich das überlebe, werde ich mein Leben auf eine für mich stimmige Weise führen.

Ich habe überlebt. Und ich löse dieses Versprechen seither ein – Tag für Tag, Raum für Raum.

 

Ohne Nael wäre dieser Weg nicht dieser Weg geworden.

Er war mein Mann. Und vor allem mein bester Freund. Er sah mich so, wie ich mich selbst erst viel später sehen konnte. Und er hat mich ermutigt, die Räume in mir nach außen zu tragen, die ich lange nur privat gelebt habe.

Vor einem halben Jahr ist er gestorben.

Am Ende hat er mich gebeten: Geh los und zeig dich jetzt damit. Mit all dem, was du in dir trägst.

Das tue ich. Nicht aus Pflicht. Sondern weil ich jetzt verstehe, was er immer schon sah.

Was bleibt

Ich bin Autorin, Künstlerin und Unternehmerin.

Ich bin Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und einer erwachsenen Tochter.

Und ich bin Omimi. Zwei kleine Menschen erinnern mich stetig daran, was Präsenz wirklich bedeutet.

In meiner Arbeit begleitet mich seit vielen Jahren Peter Koenig als Mentor – aus seiner Quellenarbeit ist vieles entstanden, was hier nun weiterwirkt. Und an meiner Seite steht Mery, die mir hilft, all die Räume sichtbar und „begehbar" zu machen. Was sich für mich immer anfühlte wie die Quadratur eines Kreises. Und ich habe Freunde, die an das glauben, was mich bewegt – und an das Gelingen meines Vorhabens.

Ich lebe am Bodensee. Und dieser Raum, den du hier betreten hast, ist mein jetziger Weg – ohne dass er das Ziel wäre.

Was ich möchte

Dass Menschen nicht mehr auf Antworten warten. Sondern beginnen, ihre eigenen
Fragen ernst zu nehmen.

Und dass sie dabei erkennen:

Das, was sie suchen, ist oft längst in ihnen.

Wachssiegel