Einmal ganz persönlich...

„Jede Krise ist eine Aufforderung zur eigenen Quelle zurückzukehren.“

Warum ich…?

Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen ich mir diese Frage oft stellte, während ich mich durch das Leben kämpfte, scheiterte, mich zusammen nahm, alles wieder aufbaute, erneut scheiterte, wieder aufstand … bis zum vollständigen Kollabieren meines kompletten Systems – den Körper eingeschlossen. Buchstäblich auf dem Boden meiner Tatsachen angekommen, konnte ich nichts anderes mehr tun als aufgeben. Doch inmitten des Schmerzes meldete sich ganz leise ein neues Gefühl. Eine Art tiefe Ruhe und Entspannung. Das Gefühl "nichts mehr verlieren zu können" machte den Weg frei für die Frage, was Hingabe wirklich bedeutet.

Und DAS war erst der Anfang - von etwas, das viele Jahre zuvor begann …

Da war das Gedicht von Marianne Williamson, das mich seit Erscheinen ihres Buches Rückkehr zur Liebe sehr stark beeindruckt hat. Ich dachte damals so bei mir „Wer kann schon einfach sein Licht anknipsen, nur weil er einen berührenden Text liest“. Dennoch spürte ich, dass die Richtung stimmte. Mentaltrainer wie Louise L. Hay, Deepak Chopra, Jack Canfield, Bob Proctor, Dan Millman, Dalai Lama und das Buch Kurs in Wundern, aber auch ältere Visionäre wie Meister Eckhart, Rudolph Steiner, Antoine de Saint-Exupéry, Napoleon Hill inspirierten mich daraufhin täglich. Nichts ließ ich aus und jeder Ansatz machte „etwas“ mit mir.

Doch ich wollte auch verstehen, wie und was genau es machte.

Mein angeborener Forschungsdrang regte sich und ich wendete mich den wissenschaftlich orientierten Bewusstseinsforschern zu. Bruce Lipton, Gregg Braden, Joe Dispenza, Lynne McTaggart, Michael Koenig … Eine für mich völlig neue Sicht auf die universellen Gesetze zeigte sich mir. Ich war fasziniert und erkannte, dass die wiederholt erwähnten „Gesetzmäßigkeiten“ meinen Lebenskonstellationen und denen in meinem Umfeld entsprachen. Ich witterte das „System“ dahinter und forschte weiter.

Mein neugieriges und analytisches Wesen lockte mich, den sichtbaren und unsichtbaren Fäden des Lebens nachzugehen.

Dabei begegnete mir zuerst die klare und doch kreative Arbeit der Virgina Satir, die mit ihrem System der Familienskulptur echte Pionierarbeit in der Familientherapie leistete und damit die Grundlage der heutigen Aufstellungsarbeit schuf. Der Weg führte weiter über die Schattenarbeit des Carl Gustav Jung hin zur Transaktionsanalyse des Eric Berne, einer psychologischen Theorie der menschlichen Persönlichkeitsstruktur. Auch die Arbeit mit der Emotionalen Intelligenz, in der der Psychologe Daniel Goleman das Verhältnis von Emotion und Gesundheit in den Mittelpunkt stellt, faszinierte mich.

Doch es reichte mir nicht, die Konstellationen innerhalb eines „Systems“ zu hinterfragen. Mich reizte auch der Umgang damit und darin.

Also führte mich mein ureigenes Bedürfnis nach Austausch, direkt zur Kommunikation in Systemen und dem umfangreichen Feld der BEZIEHUNGEN, das sich ganz und gar nicht „nur“ auf die Paarbeziehung beschränkt. Denn in jedem System steht jeder mit jedem irgendwie in Beziehung. Und innerhalb dieser wird kommuniziert. Verbal und nonverbal. Und ich wollte wissen, wie das funktioniert und was den Fluss blockieren kann. Also studierte ich die bewussten und unbewussten Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmale in der Interaktion zwischen Personen, entdeckte dabei die Magie des Blinden Flecks und erfuhr, wie man Besser miteinander reden kann (Dale Carnegie). Durch die Auseinandersetzung mit der klientenzentrierten Gesprächsführung des Psychologen Carl Rogers fand ich die Erklärung zu dem, was ich immer schon spürte.

"Eine Definition von Gefühl, die zu Empathie, also zu einer Haltung des verstehenden Zuhörens führt.“

Marshall Rosenbergs gewaltfreie Kommunikation zeigte mir dann den Weg für einen wertschätzenden Ausdruck von Bedürfnissen und Byron Katies The Work eine umsetzbare Möglichkeit, dieselben einmal zu überdenken. Chuck Spezzanos Beschreibung seiner Psychology of Vision half mir zu verstehen, wie der Mensch auch in größter Verzweiflung über den Glauben die Beziehung zu sich selbst aufrechterhalten kann – und damit auch die zu seinem Gegenüber. Auch erklärte sich mir durch Viktor Frankls Existenzanalyse die Bedeutung von Motiven für den eigenen Lebenssinn, die Relativierung der eigenen Lebensdramen und die Kraft der Vergebung. 

Zu alledem absolvierte ich die Ausbildungen des systemorientierten und des psychologischen Coachings, zum Heilpraktiker für Psychotherapie und der Hypnosetherapie. Kombinierte das Ganze mit gezielten Motivations- und Mentaltrainings und ließ dem fließenden Wechsel von meiner betriebswirtschaftlichen Tätigkeit zur eigenen Coachingpraxis freien Lauf …

So begann ich Menschen zu begleiten, die sich selbst, ihr Leben und ihre Beziehungen besser verstehen wollen

und welche, die gerade größere Übergänge darin zu bewältigen haben. Aber auch Menschen, die im Berufsleben vor Herausforderungen und Veränderungen stehen, weil sie spüren, dass „business as usual“ nicht mehr funktioniert.

Während all dieser Zeit wuchsen mein Radius, meine beruflichen Erfahrungen und meine Visionen. Doch auch die eigenen Kindheitsverletzungen wie lebensbedrohliche Erkrankungen, Misshandlungen und Missbrauch meldeten beharrlich ihren Auflösungsbedarf. Dies zeigte sich auf subtile Weise in sich wiederholenden Schwierigkeiten, die schließlich ihren Höhepunkt fanden, indem mir alle unverarbeiteten oder unbeachteten Komponenten auf einmal um die Ohren flogen.  Schnell wurde mir klar, ich überstehe das nur, wenn ich meine Ansprüche an mich selbst, meine Rollen und meine Überzeugungen loslasse. So durchlief ich die schmerzhafteste Erfahrung meines Lebens mit dem größten Erfolgserlebnis. Denn ich begegnete in diesem Prozess meinem wahren Kern und einer wahrlich nachvollziehbare Zusammenfassung aus all den theoretisch erworbenen Lehren der vielen Jahre zuvor.

Jetzt kann ich immer deutlicher spüren, wie all die Ansätze funktionieren und wie man sie sinnvoll miteinander verbinden kann.

Denn die entsprechende Erfahrung hat sich als körperliches Wissen verinnerlicht. Und nach alledem bin ich mir sicher, erst wenn wir den roten Faden unserer eigenen Geschichte tatsächlich aufgreifen, uns selbst reflektieren und die Erkenntnisse daraus mit den alten und neuen Weisheiten der „Meister“ verbinden, können wir langsam verstehen, dass es nichts zu entschuldigen oder zu verzeihen gibt. So kann der nötige innere Freiraum entstehen, in dem wir uns vertrauensvoll dem Leben hingeben und unserer Beziehungen harmonisch gestalten können.

Und wenn SIE mir heute die Frage stellen, "warum ich" Sie in dieser herausfordernden Phase Ihres Lebens begleiten kann …?

Weil ich mich sehr gut erinnere ...